Zu Gleich! Der Schlachtruf der Artilleristen
Jede Waffengattung hat ihren eigenen Schlachtruf. Bei den Artilleristen lautet er „Zu Gleich!“. Er ist zugleich der Name unserer Zeitschrift.
Was der Ruf leistet
Im deutschen Sprachraum dient er der Erkennung, der Verbrüderung und der Motivation. Er geht zurück auf die gemeinsame Anstrengung der Geschützbesatzung, die in Teilen bis heute notwendig ist.
Gemeinsame Kraft am Geschütz
An mehreren Stellen kommt es auf den gleichzeitigen Einsatz aller an:
- Ansetzen des Geschosses: Bei Kaliber 155 mm wiegt ein Geschoss bis über 50 Kilogramm. Es wird mit einem sogenannten Ansetzer in das Rohr gedrückt.
- Reinigen des Rohres: Nach dem Schießen zieht die Besatzung im Feld eine Stange mit Bürstenkopf durch das Rohr.
- Rohr nach vorn ziehen: Bei manchen Geschützen musste das Rohr auf dem Transport um einige Meter zurückgezogen und zum Schießen von Hand wieder nach vorn gezogen werden.
All das gelingt nur, wenn die Bedienungsmannschaft gemeinsam und gleichzeitig zupackt. Der Ruf dient auch dazu, diese Anstrengung zu koordinieren.
Der ursprüngliche Anlass
Die eigentliche Bedeutung stammt aus der Zeit, in der Pferde die Geschütze zogen. Blieben sie im Dreck oder Schlamm stecken, mussten die marschierenden Kanoniere die Geschütze mit anschieben. Dafür kam der Ruf „Zu Gleich“ auf. Erst später wurde er auch für die anderen Tätigkeiten benutzt.
Häufige Fragen
Was bedeutet „Zu Gleich!“ bei der Artillerie?
Es ist der Schlachtruf der Artilleristen. Er dient im deutschen Sprachraum zur Erkennung, zur Verbrüderung und zur Motivation und erinnert an die gemeinsame Anstrengung der Geschützbesatzung.
Woher kommt der Ruf?
Die ursprüngliche Bedeutung stammt aus der Zeit, als Pferde die Geschütze zogen. Steckten sie im Dreck oder Schlamm fest, mussten die marschierenden Kanoniere die Geschütze anschieben. Dafür kam der Ruf auf.